Sie sind hier: Home / Offener Ganztag / 
DeutschEnglishFrancais
6.9.2010 : 18:26 : +0200

Veranstaltungskalender


September, 2010
WSoMoDiMiDoFrSa
351234
365
67891011
3712
131415161718
3819
202122232425
3926
27282930

KSB-Newsletter

Sie möchten immer aktuell über Neuigkeiten im KreisSportBund informiert werden? Dann abonnieren Sie doch einfach unseren Newsletter und Sie bekommen  regelmäßig die neuesten Infos per Email zugesendet.

EINE GANZ SPORTLICHE GEMEINSCHAFT!

Dass Sport und Bewegung für Jungen und Mädchen im Grundschulalter besonders wichtig sind und vor allem auch viel Spaß machen, weiß eigentlich jedes Kind. Wenn sich die verschiedenen offenen Ganztagsgrundschulen (OGS) einer Stadt darüber hinaus als sportliche Einheit präsentieren, ist das sogar vorbildlich. So wie es am 19. September auf dem Sportplatz Schwalbenohl in Attendorn der Fall war. Da tummelten sich nämlich rund 130 Kinder im Alter zwischen sechs uns zehn Jahren bei der "Spaß- Olympiade".

"Wir haben dieses große Sportfest in diesem Jahr zum erstem Mal auf die Beine gestellt und es wird prima angenommen", sagte Wilfried Schauerte, Vorsitzender des Kreissportbundes Olpe. Der KSB Olpe ist als Gesamtträger dreier OGS sowie Förderer des Sports an zwei weiteren OGS in Attendorn der größte Anbieter von (sportiver) Ganztagsschulbetreuung: "Ausreichende Bewegung und gesunde Ernährung im Schulalltag sind Dinge, die wir gerne unterstützen", so Schauerte: "Das sind ganz wichtige Voraussetzungen für eine glückliche und gesunde Kindheit."

Spaß, Erfolg und Wir-Gefühl
Einen ganzen Nachmittag ging es hoch her bei der "Spaß-Olympiade". Damit die ihren Namen auch zurecht trug, hatten sich rund 25 Betreuerinnen und Betreuer und Jugendleiter aus dem Ganztagsangebot der fünf beteiligten Ganztagsgrundschulen mächtig ins Zeug gelegt: Socken-Weitwurf, Sackhüpfen, Weitsprung, 50-Meter-Lauf und Büchsenwerfen sind schließlich auch eine ziemlich interessante Kombination.

Die 130 Mädchen und Jungen, die teilnahmen, gehören der Katholischen Grundschule Sonnenschule, der Gemeinschaftsgrundschule Neu-Listernohl und der Katholischen Grundschule Ennest (das sind die drei Schulen, die der KSB Olpe als Gesamtträger fördert) sowie der Paul-Gerhardt-Gemeinschaftsgrundschule und der St-Engelbert-Gemeinschaftsgrundschule an. Außerdem machten die Kinder der Albert-Schweitzer-Förderschule in Attendorn gerne beim großen Sportfest mit. "Wir hatten die Idee des großen gemeinsamen Sportfestes vor den Sommerferien. Da haben wir sofort mit der Organisation begonnen", erklärte Stefan Kämpfer, Ganztagsleiter an der Sonnenschule. Neben dem KSB Olpe gehören das Jugendzentrum Attendorn und der Förderverein der Paul-Gerhardt-Schule zu den Trägern der Ganztagsschulbetreuung.

Und am Ende gab's für die kleinen Attendorner "Olympioniken" natürlich auch die verdienten Belohnungen: Bei der Siegerehrung überreichten KSB-Vorsitzender Wilfried Schauerte und Wilhelm Falke, Sportabzeichen-Obmann der Stadt Attendorn, jeder Schule eine symbolische Urkunde für ihren Erfolg bei der ersten "Spaß-Olympiade" ihrer Schulen.

Ganztag kann mehr

Neues zur Qualitätsentwicklung

"Es ist schön, dass man merkt, dass man mehr kann." Dieses Schülerzitat aus dem Bericht zur wissenschaftlichen Begleitung der offenen Ganztagsschule in Nordrhein-Westfalen zeigt die Richtung: "Die Kinder gehen gern in die Ganztagsangebote, fühlen sich von dem Personal angenommen und nehmen den Tagesablauf als ein in sich zusammenhängendes Ganzes wahr. Kinder schätzen es, wenn sie ihre eigenen Möglichkeiten herausfinden und erproben können." Im Ganztag entstehen durch die Zusammenarbeit von Schule, Jugendhilfe, Kultur und Sport neue Lerngelegenheiten, die Eltern und Kinder gern wahrnehmen.

Die wissenschaftlichen Ergebnisse, die nun veröffentlicht wurden, zeigen aber auch Entwicklungsbedarfe, so für die individuelle Förderung, die Zusammenarbeit mit den Eltern, für die Beteiligung der Kinder und für eine nach den Bedürfnissen der Kinder gestaltete Zeiteinteilung und Rhythmisierung.

Der KSB Olpe hat sich beteiligt und wird nun mit den Ergebnissen der Studie weiterarbeiten und diese in seiner Arbeit umsetzen.

 

Auf dem richtigen weg - aber noch vieles zu verbessern!

So lautet auch das Fazit der wissenschaftlichen Untersuchung zur offenen Ganztagssgrundschule im Primarbereich.

Qualität ist Daueraufgabe

Während sich die organisatorischen vorraussetzungen des Ganztages in wenigen Jahren schaffen ließen, ist Qualitätsentwicklung im Ganztag eine Daueraufgabe.

 

Fördern und Fordern

"Fördern und Fordern - eine Herausforderung für Bildungspolitik, Eltern, Schule und Lehrkräfte", heißt eine aktuelle Gemeinsame Erklärung der Bildungs- und Lehrergewerkschaften und der Kultusministerkonferenz. Sie soll die gemeinsamen Anstrengungen zur Qualitätverbesserung von Unterricht und Schule unterstreichen. Im Zentrum dieser qualitativen Schulentwicklung steht die Verwirklichung einer neuen Lehr- und Lernkultur.

Schulen, so heißt es, würden zunehmend als ein wichtiger gemeinsamer Lebensraum wahrgenommen. Sie sollen sich in die Gemeinde hinein öffnen und ihre Lernräume mit klarer Zielstellung erweitern. Dabei könnten Ganztagsschulangebote die Lernzeiten und Fördermöglichkeiten erweitern. Angebote ganztagsschulischen Lernens müssten ausgebaut, und die Kooperation mit der Kinder- und Jugendhilfe müsse weiterentwickelt werden.

Angebote in den Bereichen Musik, Kunst und Sport seien geeignet, den ganzheitlichen Bildungsauftrag der Schule ebenso zu unterstützen, wie soziale oder ökologische Aspekte im Rahmen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung.