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Sporthelferin übernimmt Leitung und Organisation


Besonderheit an der Hauptschule Finnentrop!

Nicht die Lehrer übernehmen dort wie üblich die Leitung und Organisation der Sporthelfer, sondern Maria Arens, eine Schülerin. Maria ist 15 Jahre alt und besucht die 9. Klasse der Hauptschule Finnentrop. In ihrer Freizeit treibt sie gerne Sport, babysittet und trifft Freunde.

Schon immer hat es ihr Spaß gemacht sich mit Kindern zu beschäftigen und die dazugehörige Verantwortung zu übernehmen. Seit sie im Schuljahr 08/09 die Ausbildung zum Sporthelfer an der Schule gemacht hat, ist sie begeistert von dieser Aufgabe. Schon im Schuljahr 09/10 wurde sie von den Lehrern gefragt, ob sie nicht die Leitung und Organisation übernehmen möchte, da sie für Verantwortungsbewusst und geeignet gehalten wurde.

Im Gespräch erzählte Maria Arens, dass diese Aufgabe ihr sehr viel Spaß und Freude bereiten würde. Zusätzlich entlastet sie somit die Verwaltung der Schule. Am Anfang war es natürlich schwierig sich in die neuen Aufgaben hereinzuarbeiten. Doch durch die Hilfe und Unterstützung ihrer Lehrer und Betreuer hat sie sich schnell in dem Aufgabenfeld zurechtgefunden und eine Routine entwickelt.

Marias Aufgaben verteilen sich in verschiedene Bereiche. Einer davon ist zum Beispiel die Erstellung eines Arbeitsplanes für die Sporthelfer, der jede Woche der Schule vorgelegt wird. Insgesamt gibt es an der Schule derzeit 14-15 Sporthelfer, die auf vier Tage die Woche aufgeteilt werden (ausgenommen ist der Dienstag).
Jeden Tag werden drei bis vier Sporthelfer eingesetzt. Zusätzlich ist immer noch ein Betreuer oder Lehrer in der Nähe. Die Betreuung findet in der Mittagspause auf dem Schulhof, dem Soccerfeld und in dem Mädchenraum statt.
Die Sporthelfer passen auf, dass keine Unfälle passieren, motivieren und leiten die Kinder und Jugendlichen zum spielen an.

Ein schönes Beispiel für einen Sporthelfer ist auch Lillith Papjan (16), die alleine eine eigene Tanzgruppe zweimal die Woche leitet.

Jeder Sporthelfer hat einen festen Tag in der Woche, in der er die Betreuung übernimmt. Sollte jemand ausfallen, sorgen die Sporthelfer meist selber für eine Vertretung. Wenn nicht, nimmt Maria Arens dies in die Hand.

Finanziert werden die Sporthelfer durch den Topf der Bezirksregierung Arnsberg für Betreuung im Ganztag und erhalten pro Unterrichtsstunde 4,50 €.

Die Ausbildung zum Sporthelfer ist ein Wahlpflichtfach an der Hauptschule Finnentrop. Vorab werden die Schüler gefragt, ob Interesse besteht. Haben sich die Schüler dann angemeldet, werden sie nach Pflicht- und Verantwortungsbewusstsein aussortiert. Geleitet wird das Fach von Herrn Hesener, einem Lehrer der Schule. Die Ausbildung wird im 2. Halbjahr 2 Stunden pro Woche durchgeführt.
Die Schüler lernen in der Theorie aber auch in der Praxis. Dabei wird meist in den Sportunterricht einer jüngeren Klasse gegangen um dort Inhalte wie Stellung zur Gruppe und viele Übungen durchzuführen.
Nach der Ausbildung werden wieder nur die Sporthelfer ausgesucht, die sich in der Ausbildung verantwortungsbewusst verhalten haben. Diese werden dann auch später als Sporthelfer an der Schule eingesetzt.

Durch die Sporthelferausbildung lernen die Jugendlichen nicht nur Verantwortung zu übernehmen, sondern bekommen auch noch einen Vermerk auf ihr Zeugnis, welches sich bei späteren Bewerbungen positiv auswirkt.

Schüler in der Ausbildung zum Sporthelfer (links) und die jetzigen Sporthelfer der Schule (rechts)